Schwimmen
Erfahrungsgemäß ist Schwimmen die Disziplin, bei der die meisten Bewerber durchfallen. Oft liegt es an einer ungenügenden Vorbereitung. Denn Schwimmen ist eine Grundfertigkeit, die jeder können sollte. Ob Kraulen, Springen oder Tauchen - ein Sportstudent muss sich im und unter Wasser sicher bewegen können.
In vier Einzeldisziplinen musst du im Schwimmen antreten: Kopfsprung, Streckentauchen, Demonstrationsschwimmen und Zeitschwimmen. Dabei sind Kondition, Schnelligkeit und Technik gefragt.
Die Prüfungsdisziplinen und die Anforderungen an der SpoHo Köln sind:
| Disziplin | Versuche | Anforderungen |
|---|---|---|
| Kopfsprung | 2 | Mind. 3 Schritte Anlauf (Empfehlung: ruhiges Angehen!), Beidbeiniger Absprung, Kopfsprung mit einer Flugkurve in der Ausführung gestreckt, gehockt oder gehechtet, Eintauchwinkel mit gestreckten parallel geschlossenen Beinen im Winkel zwischen 45 und 90 Grad zur Wasseroberfläche. Nicht akzeptiert werden z.B. Sprünge aus dem Stand, Weite Sprünge mit flachem Eintauchen (ähnlich einem Startsprung), Überschlagen des Körpers, Gegrätschte oder gescherte Beinhaltung oder gebeugte Hüft- bzw. Kniegelenke beim Eintauchen |
| 20-m-Streckentauchen | 2 | Startsprung vom Startblock oder Abstoßen vom Beckenrand, Tauchen deutlich unterhalb der Wasseroberfläche, Am Ende der Tauchstrecke einen Tauchring in ca. 2 m Tiefe dicht übertauchen. Empfehlung: Ruhige Arm- und Beinbewegung, Vor dem Tauchgang 2- bis 3-mal ruhige Atmung, Hyperventilation ist nicht gestattet. Nicht akzeptiert wird: Schwimmen ohne Atmung dicht an/unterhalb der Wasseroberfläche |
| Bewegungsdemonstration 25-m-Kraulschwimmen | 2 | Wechselzug der Arme und Wechselschlag der Beine bei flacher und gestreckter Position des Körpers an der Wasseroberfläche. Schwimmen mit Gesicht im Wasser, regelmäßige, rhythmische Atmung, Einatmung im 2er- oder 3er-Thythmus seitlich zum passenden Zeitpunkt. Nicht akzeptiert werden z.B.: Stoß-/Tretbewegungen der Beine, Keine oder unregelmäßige Atmung, Frontalatmung, Längere Teilstrecken ohne Atmung |
| Bewegungsdemonstration 25-m-Brustschwimmen | 2 | Spiegelsymmetrischer Verlauf von Arm- und Beinbewegung, Dorsalflexion (Rückwärtsbeugung) im Fußgelenk während der Antriebsphase der Beinbewegung gemäß internationalem Regelwerk. Flache, gestreckte Körperlage nach jedem Zyklus. Dem Armzug zugeordnete rhythmische Atmung frontal. Nicht akzeptiert werden: Asymmetrien der Beine (Schere), Plantarflexion im Fußgelenk während der Schwungphase (Spitzfuß), Schulter- oder Hüftquerachse nicht parallel zur Wasseroberfläche, Deutliche Disharmonie in der Koordination von Arm- und Beinbewegung |
| 100-m-Zeitschwimmen | 1 | Brust- oder Kraulschwimmen, Schwimmtechniken dürfen nicht gewechselt werden. Zeitlimit: Brustschwimmen: 2:00,0 Min (Frauen), 1:48,0 Min (Männer), Kraulschwimmen: 1:50,0 Min (Frauen), 1:40,0 min (Männer) |
Das erwartet Dich beim SETT-Vorbereitungs-Lehrgang
Kopfsprung
Schon beim Kopfsprung fallen viele Teilnehmer beim Eignungstest durch. Sie springen falsch ab oder tauchen falsch ins Wasser ein. Viele schätzen die Härte des 1-m-Brettes falsch ein, weil sie im Vorfeld nicht geübt haben. Mit einem beherzten Absprung kann man sich schnell überschlagen. Oft monieren die Prüfer die falsche Schrittzahl beim Anlauf. Im Vorbereitungs-Lehrgang bekommst du die richtige Technik und damit auch die nötige Sicherheit für diese Disziplin.
Streckentauchen
Streckentauchen ist eine reine Übungssache. Der größte Fehler ist eine hektische Arm- und Beinbewegung. Das verbrennt zu viel Sauerstoff. Ruhige Schwimmbewegungen und eine ausgeprägte Gleitphase sparen Kraft und bringen dich ans Ziel.
Demonstrationsschwimmen
Schwimmen heißt nicht, einfach eine bestimmte Strecke im Wasser zurück zu legen. Zumindest bei der Sporteignungsprüfung kommt es auch auf die korrekte Technik an. Beim Demonstrationsschwimmen musst du zeigen, dass du die geforderten Schwimmstile fehlerfrei beherrschst. Die Geschwindigkeit ist hierbei nicht entscheidend. Wer beim Brustschwimmen eine Schere mit den Beinen macht, hat einen Patzer so gut wie sicher. Ein erfahrener SETT-Schwimmtrainer hilft dir beim Vorbereitungs-Lehrgang, die richtige Technik zu lernen.
Zeitschwimmen
Beim Zeitschwimmen musst du eine der beiden Techniken gut beherrschen und Kraftausdauer haben. Sollte deine Schwimmausdauer nicht ausreichend sein, bekommst du vom SETT-Trainer einen individuellen Trainingsplan.
Trainer:
Erik Felsner arbeitet als professioneller Schwimmtrainer. Zuvor war er als hauptamtlicher Trainer für den TSV Bayer Dormagen tätig.
Zum Profil von Erik Felsner
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